Argunet Debates

Argument: Kausaler Gottesbeweis

  1. Der Sachgehalt, der einer wirkenden Ursache ihrer eigenen Natur nach zukommt, muss mindestens ebenso groß wie der Sachgehalt sein, der der Wirkung ihrer eigenen Natur nach zukommt. (III.14, III.15)
  2. Jede "wahre" Vorstellung hat eine Ursache, die selbst keine "wahre" Vorstellung ist. (III.15)
  3. Für jede "wahre" Vorstellung gibt es eine nicht-ideelle Ursache, so dass gilt: Der Sachgehalt, der der nicht-ideellen Ursache einer Vorstellung ihrer eigenen Natur nach zukommt, ist mindestens ebenso groß wie der Sachgehalt, der der Idee selbst ihrer eigenen Natur nach zukommt.
  4. Nicht-ideellen Ursachen kommen ihrer Natur nach nur gegenständliche Sachgehalte zu. (III.15)
  5. Vorstellungen kommen ihrer Natur nach nur Bedeutungsgehalte als Sachgehalte zu. (III.15)
  6. Für jede "wahre" Vorstellung gibt es eine nicht-ideelle Ursache, so dass gilt: Der gegenständliche Sachgehalt der nicht -ideellen Ursache einer Vorstellung ist mindestens ebenso groß wie der Bedeutungsgehalt der Idee selbst. (III.14)
  7. Es gibt die "wahre" Idee Gottes. (III.13, III.22, III.25)
  8. Es gibt eine nicht-ideelle Ursache, deren gegenständlicher Sachgehalt mindestens ebenso groß ist wie der Bedeutungsgehalt der Idee Gottes.
  9. Der Bedeutungsgehalt der Idee Gottes ist vollkommen. (III.13, III.22, III.24)
  10. Es gibt ein Ding, dessen gegenständlicher Sachgehalt mindestens vollkommen ist.
  11. Nichts kann einen mehr als vollkommenen Sachgehalt besitzen.
  12. Ein Ding, dessen gegenständlicher Sachgehalt vollkommen ist, ist notwendigerweise Gott.
  13. Es gibt Gott und er ist vollkommen.

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