Argunet Debates

Argument: Instabiler inferentieller Kontext

Da Bedeutung durch inferentiellen Kontext bestimmt wird und sich einige inferentielle Kontexte in zwei Paradigmen immer unterscheiden, sind einige Aussagen unübersetzbar.

  1. Die Bedeutung einer Aussage P wird zumindest partiell von dem inferentiellen Kontext, d.h. den Aussagen, die zu P in inferentieller oder logischer Beziehung stehen, bestimmt.
  2. Wird die Bedeutung einer Aussagen durch ihren inferentiellen Kontext zumindest partiell bestimmt, so gilt: Zwei Aussagen sind dann und nur dann bedeutungsgleich, wenn sie in dem gleichen inferentiellen Kontext zu anderen Aussagen stehen.
  3. Für je zwei Paradigmen gibt es eine zentrale Aussage P in der Sprache des einen Paradigmas, deren inferentieller Kontext K(P) keinem inferentiellem Kontext K'(P') einer beliebigen Aussage P' in der Sprache des anderen Paradigmas entspricht.
  4. Für je zwei Paradigmen gibt es Aussagen, die in der Sprache des einen formuliert sind und die kein bedeutungsgleiches Pendant in der Sprache des anderen finden.
  5. Eine Aussage P, die in einer Sprache S formuliert ist, lässt sich genau dann ohne Bedeutungsverlust und -modifikation in die Sprache S' übersetzen, wenn es in S' eine Aussage P' gibt, so dass P und P' bedeutungsgleich sind.
  6. Jedes Paradigma formuliert mit der ihm eigenen Sprache zentrale Aussagen, die nicht ohne Bedeutungsverlust oder -modifikation in die Sprache eines rivalisierenden Paradigmas übersetzt werden können.

This is a search-engine-friendly version of Argunet. To view the human-eye-friendly version please activate Javascript in your browser