Argunet Debates
Argument: Alltagssprachen-Reductio
Wären ergänzte Paradigmen nicht identisch, so hätte jeder sein eigenes Paradigma und Kommunikation wäre unmöglich.
- Die Bedeutung einer Aussage P wird zumindest partiell von dem inferentiellen Kontext, d.h. den Aussagen, die zu P in inferentieller oder logischer Beziehung stehen, bestimmt.
- Viele Aussagen stehen in den alltagssprachlichen Paradigmen und Überzeugungsnetzen zweier beliebiger Personen in ganz verschiedenen inferentiellen Kontexten.
- Wird eine Größe X partiell durch Y bestimmt und stimmen viele F-Gegenständen hinsichtlich Y nicht mit G-Gegenständen überein, so stimmen viele F-gegenstände auch hinsichtlich X nicht mit G-Gegenständen überein.
- Viele Aussagen, die in alltagssprachlichen Paradigmen zweier beliebiger Personen vorkommen, bedeuten etwas ganz verschiedenes.
- Haben viele Aussagen, die wortwörtlich in zwei Paradigmen vorkommen, eine verschiedene Bedeutung, so handelt es sich nicht um ein und dasselbe Paradigma.
- Jede Person hat ihr eigenes, privates alltagssprachliches Paradigma und Überzeugungsnetz.
- Keine Aussage, die mit der einem Paradigma eigenen Sprache formuliert ist, kann ohne Bedeutungsverlust oder -modifikation in die Sprache eines rivalisierenden Paradigmas übersetzt werden.
- Aussagen einer Person können nicht in die Sprache einer anderen Person übersetzt werden.
- Wenn Kommunikation möglich ist, dann können die Aussagen einer kommunizierenden Person in die Sprache der Kommunikationspartner übersetzt werden.
- Zwischenmenschliche Kommunikation ist unmöglich.
- Zwischenmenschliche Kommunikation ist möglich.
- Es gilt nicht: Wenn viele Aussagen, die wortwörtlich in zwei Paradigmen vorkommen, die gleiche Bedeutung haben, dann handelt es sich nicht um ein und dasselbe Paradigma.
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