Argunet Debates

Argument: Partielle Teilhabe an Idee

Der Widerspruch löst sich auf, da "ähnlich sein" als (partielle) Teilhabe an der Idee der Ähnlichkeit zu analysieren ist. (15)

  1. Für jede Eigenschaft F gibt es eine F-Idee und ein Gegenstand besitzt (notwendigerweise) genau in dem Maße eine Eigenschaft F, in dem er an der F-Idee teilhat.
  2. Ähnlichkeit und Unähnlichkeit sind Eigenschaften. (Sie treffen aber nur auf gewisse gegenstände zu, nämlich Paare von Einzelgegenständen.)
  3. Es gibt die Ideen der Ähnlichkeit und der Unähnlichkeit und ein Gegenstand ist notwendigerweise genau in dem Maße (einem beliebigen anderen) ähnlich und unähnlich, in dem er an diesen Ideen teilhat.
  4. Es gibt die Ideen der Ähnlichkeit und der Unähnlichkeit und ein Gegenstandspaar ist notwendigerweise genau in dem Maße ähnlich und unähnlich, in dem er an diesen Ideen teilhat.
  5. Ein Gegenstandspaar ist genau in dem Maße ähnlich oder unähnlich, wie er an der Idee der Ähnlichkeit bzw. der Idee der Unähnlichkeit teilhat.
  6. Für zwei beliebige, auch gegensätzliche Ideen ist es denkbar und wenig erstaunlich, dass ein Gegenstandspaar an beiden Ideen teilhat.
  7. Es ist denkbar und wenig erstaunlich, dass ein Gegenstandspaar zugleich an der Idee der Ähnlichkeit sowie der der Unähnlichkeit teilhat.
  8. Was denkbar und wenig erstaunlich ist, ist möglich.
  9. Es ist möglich, dass es einen Gegenstandspaar gibt, der zugleich an der Idee der Ähnlichkeit wie der der Unähnlichkeit teilhat.
  10. Es ist möglich, dass ein Gegenstand (einem beliebigen anderen) zugleich ähnlich als auch unähnlich ist.
  11. Es ist falsch, dass weder Ähnliches unähnlich, noch Unähnliches ähnlich sein kann.

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