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In diesem Tutorial erfahren Sie, wie die in Kapitel 2, Skizzieren einer Debatte begonnene Rekonstruktion der Debatte um Softwarepatente vertiefend fortgesetzt werden kann. Nachdem im ersten Tutorial ein Teil der Debatte skizziert wurde, soll nun mit der logischen Rekonstruktion begonnen werden. Dabei wird gezeigt, wie sich die Prämissen-Konklusion-Strukturen von Argumenten im Argumenteditor eingeben und sich Angriffe und Unterstützungen mithilfe des Rekonstruktionsassistenten festlegen lassen.
Im Argumenteditor lässt sich die logische Prämissen-Konklusion-Struktur eines Arguments rekonstruieren. Ein einfaches Argument besteht logisch gesehen aus einem begründeten und einem oder mehreren begründenden Sätzen. Der begründete Satz wird "Konklusion" genannt, die begründenden Sätze heißen "Prämissen". Im Argumenteditor werden die Prämissen untereinander aufgelistet. Unter einem Schlussstrich folgt dann die Konklusion. Besteht das Argument aus mehreren Zwischenschritten, können Zwischenkonklusionen eingefügt werden. Zwischenkonklusionen werden ebenfalls unter einem Schlussstrich eingefügt.
Beginnen Sie mit der logischen Rekonstruktion des Arguments "Geistiges Eigentum".
Der Argumenteditor funktioniert wie eine Liste in Textverarbeitungsprogrammen. Möchten Sie mehr Sätze eintragen als Felder vorhanden sind, gehen Sie folgendermaßen vor:
Ein neuer Satz wird eingefügt. Sie können nun mit der Rekonstruktion fortfahren.
Auch das Entfernen eines Satzes geschieht so wie in einer Liste in Textverarbeitungsprogrammen:
Der Satz wird gelöscht.
Im Argumenteditor vorgenommene Änderungen können durch Klicken auf die
Schaltfläche
Save
(Speichern) (
) oder mit der Tastenkombination STRG +S
abgespeichert werden.
Durch Klicken auf die Schaltfläche
Undo
(Rückgängig)
können Sie Ihre Änderungen im Argumenteditor wieder
rückgängig machen, durch Klicken auf die
Schaltfläche
Redo
(Wiederherstellen) können die rückgängig gemachten Änderungen wieder
hergestellt werden.
Standardmäßig sind neue Sätze im Argumenteditor immer erst einmal Prämissen. Die Rolle eines Satzes in einem Argument kann aber auf einfache Weise geändert werden:
Optional können Sie für einen Schluss auf eine Zwischenkonklusion oder eine Konklusion das verwendete Schlussmuster angeben.
In der Mitte des Schlussstrichs wird nun das neue Schlussmuster angezeigt.
Erstellen Sie nun noch zwei weitere Prämissen. Die erste mit dem Inhalt: "Urheberrechte schützen lediglich einige Aspekte von Computerprogrammen und schützen sie damit unzureichend, wohingegen Patente die in Programmen steckenden Ideen und Innovationen umfassender, also besser schützen." Die zweite mit dem Inhalt: "Software sollte bestmöglich geschützt werden."
Damit lässt sich nun auf die Konklusion schließen, dass Software patentierbar sein sollte. Die Konklusion ist der Satz unter dem letzten Schlussstrich. Geben Sie hier "Software sollte patentierbar sein" ein. Die Rekonstruktion des Arguments ist damit abgeschlossen. Klicken Sie auf Save (Speichern). Kurz darauf wird das Argument in der Argumentlandkarte mit einem breiteren Rahmen angezeigt. Dieser Rahmen zeigt an, dass das Argument bereits rekonstruiert wurde.